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Ein Tagebuch für Annalena, das ihr zeigen soll, dass wir sie vermissen und wir sie gerne in unserem Leben hätten.

Deine Mutter und ich lernten uns über ein Online-Radio kennen.

Kurz darauf besuchte mich deine Mutter in Berlin, wo ich damals wohnte, um in der Nähe deiner großen Schwester Anja zu sein.

Als jedoch kurz darauf klar war, dass du unterwegs bist, zögerte ich nicht lange und zog zu deiner Mutter.

Ich fand schnell einen neuen Job, was zwar Dank...

Deine Mutter und ich lernten uns über ein Online-Radio kennen.

Kurz darauf besuchte mich deine Mutter in Berlin, wo ich damals wohnte, um in der Nähe deiner großen Schwester Anja zu sein.

Als jedoch kurz darauf klar war, dass du unterwegs bist, zögerte ich nicht lange und zog zu deiner Mutter.

Ich fand schnell einen neuen Job, was zwar Dank Schichtarbeit anstrengend war aber ich konnte bei dir und deiner Mutter sein.

Jeden Tag bevor ich zur Arbeit fuhr, machte ich dich für den Kindergarten fertig. Nach der Arbeit fuhr ich schnell nach Hause, um für dich das Abendessen zu kochen, mit dir auf den Spielplatz zu gehen und den Haushalt zu erledigen, denn deiner Mutter ging es meist nicht so gut, sodass sie die meiste Zeit zu Hause am PC verbrachte.

Leider schloss die Fabrik in der ich arbeitete irgendwann ihre Tore, sodass wir überlegen mussten, was wir tun sollten.

Deine Mutter ging es immer noch nicht besser und ich wollte mich neben der nötigen Hausarbeit ja auch noch um dich kümmern, was wegen der 12 h Schichten fast nicht möglich war.

Also beschlossen wir gemeinsam an die Ostsee zu ziehen, denn Oma Elfriede wollte ihr Enkelkind gerne näher bei sich haben und uns unter die Arme greifen.

Ich zog kurz darauf alleine um die Ostsee, sodass ich mir gleich einen neuen Job und eine Wohnung für uns suchen konnte, die ich dann auch gleich renovierte um es für uns alle schön zu machen. Doch zwei tage vor dem Umzug, teilte mir deine Mutter plötzlich mit, dass sie sich von mir trennen wollte.

Lange ging sie dann auch nicht mehr an ihr Handy, reagierte nicht auf E-Mails und Anrufe auf dem Festnetz. Ich machte mir unendliche Sorgen, denn ich war so weit weg und deine Mutter mit dir total überfordert.

Erst Monate später konnte ich sie dazu bewegen dich wieder sehen zu dürfen, allerdings nur unter der Bedingung, dass Stephie dabei ist. Doch das war mir egal und kaum dass du mich sahst, kamst du in meine Arme gerannt und wolltest mich schier nicht mehr los lassen. Du drücktest mich so fest, dass ich schier keine Luft mehr bekam.

Doch auch nachdem sie glaubhaft versichert bekam, dass du immer noch genau so an mir hängst wie eh und je, wollte sie plötzlich nicht mehr wahr haben, dass ICH derjenige war, der sich bis vor der Trennung zu 90% um dich gekümmert hat und so musste ich vor Gericht beantragen, dich überhaupt sehen zu dürfen.

Und auch da durften ich dich wieder nur in Begleitung von Stephie sehen, die noch nicht einmal gefragt wurde, ob sie denn überhaupt bei den Umgängen dabei sein möchte und hierfür Zeit hat, doch glücklicherweise nahm sie sich diese und sogar bei ihr übernachten durften wir.

Ab und an schliefen wir auch bei deiner Kindergartenfreundin Fabienne, die dich schrecklich vermisste und an der du klebtest wie Kaugummi.

Auch als deine Mutter mit dir plötzlich nach Karlsruhe umzog, blieb mir nichts anderes übrig mir dort eine Bleibe zu suchen, denn schließlich wollte ich dich (aufwachsen) sehen.

Bei jedem Umgang fragtest du mich, wann ich dich wieder besuchen käme und ob wir nicht einfach mit dem Flugzeug nach Berlin und von dort an die Ostsee fahren könnten, doch leider musste ich immer verneinen, denn das hätte deine Mutter nie zugelassen. Auch die Frage, ob wir deine Mutter nicht einfach anrufen und ihr sagen könnten, dass du noch nicht nach Hause möchtest, musste ich ein um's andere Mal verneinen, denn schon die 5 Minuten Verspätung, die wir ein Mal hatten, weil du mit deinem gebrochenen Ellenbogen nicht so schnell essen konntest, wurden uns zum Verhängnis und ich wollte nie wieder erleben, dass du dich nicht einmal mehr von mir verabschieden darfst.

Auch werde ich nie vergessen, wie deine Mutter dich vom Balkon zurück in die Wohnung riss und dich anschrie, während du weinend darum bettelst mir winken zu dürfen und Mike und Stephie sich wortwörtlich zwischen Markus und mich werfen mussten, weil er mir an den Kragen wollte.

Ich habe immer darum gekämpft dir ein Vater sein zu dürfen, mit dir Kontakt haben und halten zu dürfen und für dich da zu sein, wenn du mich brauchst. 

Annalena, du bleibst IMMER meine Tochter und ich werde dich immer lieben!

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